Leadership Training

Was zeichnet einen gute Führungskraft aus? Wie kann man Führungskompetenzen entwickeln? Wie kann man Führungsfähigkeit messen? Antworten auf diese Fragen und vieles mehr findest du hier.

Gesund Führen: Die Grundlagen für Führungskräfte


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Große Video-Akademie - Gesund Führen und Betriebliches Gesundheitsmanagement


Dieser Kurs richtet sich an Führungskräfte, die im ...

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Leadership – Führungskompetenz kannst Du lernen

Der Star ist die Mannschaft – so lautete der Leitspruch beim EM-Triumph der deutschen Fußballnationalmannschaft in England, den Nationaltrainer Berti Vogts "predigte". Trotz allem Mannschaftsgeist: Auch die deutsche Nationalmannschaft hatte einen Kapitän – jemanden, der das Team führt; einen, der die anderen antreibt, mitreißt, motiviert und lenkt; einen, der als "Leader" auftritt. 

Im Sport und vor allem in der Wirtschaft wird diese Führung heutzutage als Leadership bezeichnet. Harvard Professor John P. Kotter brachte den Begriff Leadership erstmals 1982 in die Diskussion um Führung im Management auf. Er bezeichnete Manager als Verwalter, die planen und kontrollieren können. Leader seien hingegen Visionäre, die andere inspirieren und motivieren. 

Möchtest Du vom Manager zum "Leader" aufsteigen und Führungsverantwortung übernehmen, gehört Führungskompetenz dazu. Andere Menschen motivieren, für Ziele begeistern oder von der eigenen Meinung überzeugen: Das alles und noch viel mehr gehört zum Führen dazu – wie auch das gesunde Führen: Mit kleinen Gesten und Verhaltensweisen sorgst Du für ein gesünderes Arbeitsklima. Lobe Mitarbeiter nicht nur für Leistung, sondern schätze die Person wert. Verschaffe Dir und anderen Pausen, rede offen mit Deinem Team und beziehe Deine Teammitglieder in Deine Ideen mit ein. Du siehst: Es gibt viele Möglichkeiten, das zwischenmenschliche Miteinander mit einfachen Mitteln zu verbessern. 

Egal, ob Du Deine Führungskompetenz erweitern oder die nächsten Schritte auf dem Weg zur Führungskraft gehen möchtest: Lerne auf learnity, was richtig führen bedeutet: vom Mitarbeitergespräch bis hin zum Anwenden verschiedener Führungsstile. 

Um Dich mit Führungsstilen vertraut zu machen, musst Du übrigens keine Führungskräfte Seminare in anderen Städten besuchen: Buch Dir einfach Dein Führungskräfte-Coaching auf learnity und such Dir Führungstrainings, um Deine Leadership-Qualitäten online weiterzuentwickeln. Ob rhetorisches Geschick, Motivationsfähigkeit oder Durchsetzungsvermögen: In den Leadership-Tutorials auf learnity vermitteln Dir erfahrene Personal Entwicklungstrainer, Diplom Psychologen und anderen Experten im Bereich Personalführung wichtige Führungstechniken. Neben den Online-Lernvideos kannst Du Dir zu vielen Kursen auch Begleitmaterialien ausdrucken und so verschiedene Lernmaterialien für einen größeren Lerneffekt nutzen.

Führungsaufgaben alltäglich betrachtet

Du kommst ins Büro und siehst sofort: Einer der Grafiker aus Deinem Team ist nicht am Arbeitsplatz. Einen Anruf später weißt Du, dass er mit Grippe ausfällt. Du wünschst ihm gute Besserung und überlegst, wer die Aufgaben kurzfristig übernehmen kann. Im Gespräch mit den beiden anderen Grafikern des Unternehmens klärst Du, wer noch freie Kapazitäten hat. Du erklärst ihnen die Situation und die Wichtigkeit des Projekts für den Unternehmenserfolg. Du entscheidest, dass die beiden sich die Aufgaben ihres erkrankten Kollegen teilen. Zusätzlich buchst Du einen freien Grafiker, der Dein Grafik-Team kurzfristig unterstützt, um die anderen Projekte nicht zu gefährden. Bei einer gemeinsamen Teambesprechung informierst Du alle über die neue Situation. 

Und? Hast Du klassische Führungsaufgaben in diesem Beispiel erkannt? 

Kommunizieren steht in unserem Fall zuerst auf Deinem Programm als Führungskraft. Durch Deinen Anruf und Genesungswunsch pflegst Du den Kontakt zu Deinem Mitarbeiter. Kommunikation ist aber auch wichtig, um Schlüsse zu ziehen, Aufgaben zu klären, Arbeit neu zu verteilen oder zu schlichten. Du informierst die Grafik-Abteilung und gibst gleichzeitig Orientierung, indem Du den Grafikern die Wichtigkeit des Projekts erklärst. Du entscheidest, solltest aber im Idealfall auch Deine Mitarbeiter Entscheidungsspielraum lassen – das vermeidet Frustration. Die Mehrarbeit dient hierbei als Herausforderung, die Deine Mitarbeiter fordert und fördert. Durch einen weiteren freien Grafiker im Team beugst Du möglichen Problemen aufgrund der schwierigen Projektsituation vor und koordinierst die Aufgaben neu.

Zusammengefasst - Die wichtigsten Aufgaben als Führungskraft


  • Kommunizieren 
  • Informieren 
  • Entscheiden 
  • Koordinieren
  • Mitarbeiterentwicklung fördern und steuern
  • Orientieren
  • Motivieren

Um diese Aufgaben als Führungskraft zu meistern, benötigst Du verschiedene Eigenschaften: Ein Mitarbeiter äußert Kritik und gibt Verbesserungsvorschläge? Dann hör zu und sei offen für konstruktive Anregungen. Kritikfähigkeit zeigt, dass Du Kritik als Chance auf Verbesserung siehst und Deine Arbeit reflektierst.

Achte auch aufs Emotionale und zeige Empathie, wenn ein Kollege wegen Krankheit ausfällt. Ein Anruf und ein Genesungswunsch tun nicht weh und beweisen, dass Du Dich mit Deinen Mitarbeitern auseinandersetzt. Auch Unzufriedenheit und andere Emotionen innerhalb Deines Teams solltest Du erkennen können und ansprechen.

Um eine Führungskraft zu werden und auch zu bleiben, brauchst Du Ehrgeiz. Bei allem Streben nach Erfolg solltest Du Deine Mitarbeiter aber fair und kollegial behandeln. Das gilt auch bei schwierigen Entscheidungen, die Du als Führungskraft dennoch zügig treffen musst. Entscheidungsfähigkeit gehört somit ebenfalls zu den wichtigsten Eigenschaften von Führungskräften. Du solltest zudem eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit besitzen, um immer "auf dem Laufenden" zu bleiben und anderen Deine Entscheidungen zu kommunizieren.

Lerne jetzt, was gute Führung im Unternehmen ausmacht, wie Du Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringst und andere Führungsaufgaben erfolgreich wahrnimmst.

Kooperativer Führungsstil, autoritärer Führungsstil und Laissez-faire - Die wichtigsten Führungsstile im Überblick

Hart oder herzlich? Das ist beim Führungsstil die Frage! Die Antwort darauf fällt allerdings nicht eindeutig aus – es gibt einfach zu viele Führungsstile: vom kooperativen Führungsstil über den autoritären Führungsstil bis hin zum Laissez-faire Führungsstil.

Möchtest Du Mitarbeiter bei Entscheidungen "ins Boot holen", offen kommunizieren und Dich von Ideen Deines Teams begeistern lassen? Dann bietet Dir der kooperative Führungsstil die Möglichkeit, das alles durch Dein Verhalten gegenüber den Mitarbeitern zu unterstützen. Dieser Führungsstil hilft Dir zudem, die Distanz zwischen Dir und dem Mitarbeiter zu verringern und das Arbeiten im Team zu fördern.

Legst Du hingegen keinen Wert auf die Meinung der Mitarbeiter, solltest Du einen autoritären Führungsstil wählen. Hier gibst Du klare Regeln und Anweisungen für den Arbeitsprozess vor, die eingehalten werden sollen. Alle Informationen bündelst Du hierbei auf der Führungsebene – Deine Mitarbeiter bekommen viele Vorgänge im Unternehmen also nicht mit. Auch alle Entscheidungen werden ausschließlich von Führungskräften getroffen. Du solltest Dir bewusst sein, dass dieser Führungsstil aufgrund der Distanz zwischen Führung und Mitarbeitern demotivierend wirkt.

Der Laissez-faire Führungsstil gibt den Mitarbeitern großen Handlungsspielraum. Die "Lass sie mal machen"-Mentalität birgt für Dich immer auch die Gefahr, dass Mitarbeiter mit so vielen Möglichkeiten nicht umgehen können und Orientierungspunkte fehlen.

Situative Führungsstile: Wie situatives Führen aussieht

Du gibst einem langjährigen Mitarbeiter alle Freiheiten, Kunden selbstständig telefonisch anzusprechen. Gleichzeitig sagst Du einem anderen neuen Mitarbeiter, wie dieser potenzielle internationale Kunden ansprechen soll. Was wie Ungleichbehandlung aussieht, wird als situativer Führungsstil bezeichnet. Situative Führung sieht vor, dass Du Mitarbeiter je nach Situation mehr oder weniger anleitest und somit führst. Dabei sind Deine Beziehung zu dem Mitarbeiter, die Aufgabe und die Positionsmacht als Vorgesetzter ausschlaggebend, welchen Führungsstil Du anwendest.

Situatives Führen bedeutet aber auch, den Reifegrad Deines Mitarbeiters in Deinen Führungsstil miteinzubeziehen. Dein Mitarbeiter ist engagiert, motiviert und will Verantwortung übernehmen? Dann besitzt derjenige einen hohen Reifegrad und Du brauchst Aufgaben lediglich delegieren. Mit abnehmendem Reifegrad bedeutet das für Dich: Klare Ansagen machen und anweisen statt viele Freiheiten geben.

Mitarbeiter führen – 10 Tipps für Top-Chefs

Mitarbeitergespräche führen, teambildende Maßnahmen nutzen und im Teammeeting Ziele festlegen: Du hast viele Möglichkeiten, Mitarbeiter zu führen, ihre Stärken zu fördern und so zu motivieren. Beim Führen von Mitarbeitern verhelfen Dir diese 10 Tipps zum Erfolg: 

  • Verteile die Aufgaben: Du sagst, wo es lang geht, was die Ziele und Aufgaben sind und welche Ressourcen wie eingesetzt werden. Jeder im Team sollte mitbekommen, dass Du Ziele setzt, Entscheidungen triffst und vertrittst. 
  • Gib klare Ziele vor, die nicht miteinander konkurrieren – so können Deine Mitarbeiter besser einschätzen, inwieweit sie erfolgreich arbeiten oder nicht. 
  • Informiere die Mitarbeiter, damit diese ein Gesamtbild vom Unternehmen erhalten und die Bedeutung ihrer Arbeit für den Unternehmenserfolg erkennen. Außerdem können Mitarbeiter so leichter verstehen, warum gesetzte Ziele Sinn machen. 
  • Achte darauf, Mitarbeiter nach Fähigkeiten einzusetzen. Jemand der gut schreiben und schlecht rechnen kann, sollte Briefe schreiben – und keine Abrechnungen machen. 
  • Weise deutlich auf Fehler hin, ohne einem Einzelnen massive Fehler anzulasten. Mache deutlich, dass Du die Fehler verantwortest und die Fehlerquelle beseitigst. 
  • Arbeite mit Deinen Mitarbeitern offen an Veränderungen: Was bei der Arbeit besser laufen kann, weiß einer am besten: Dein Team. Höre einfach nur zu, welche Verbesserungsvorschläge Deine Mitarbeiter machen. Ob im Umgang mit Fehlern, Arbeitsprozessen oder anderen Abläufen: Setze Dich mit konstruktiver Kritik der Mitarbeiter auseinander und gebe Feedback – das motiviert und zeigt, dass Du die Meinung anderer ernst nimmst. 
  • Binde Dein Team bereits zu einem frühen Zeitpunkt in Deine Entscheidungsfindung ein und gebe von Dir aus wichtige Informationen an sie weiter. So kann jeder seine Anmerkungen einbringen. 
  • Bau Deine Beziehung zu wichtigen Stützen Deines Teams aus, die für den Teamspirit wichtig sind. Wenn Du gut mit diesen Teammitgliedern zusammenarbeitest, wirkt sich das meist positiv auf die Motivation der anderen aus. 
  • Verlasse Dich auf die Fähigkeiten Deiner Mitarbeiter und verzichte möglichst auf Arbeitsanweisungen und Kontrollmechanismen.
  • Würdige die Leistung und zeige Deinen Mitarbeitern, dass Du sie auch auf persönlicher Ebene hoch einschätzt. Kritik solltest Du im Vier-Augen-Gespräch äußern und nur, wenn die Fakten eindeutig sind. 

Zur Arbeit einer Führungskraft gehört es auch, Mitarbeitergespräche zu führen. Lerne jetzt in diesem Kurs zur Mitarbeiterführung auf learnity, wie Du ein Mitarbeitergespräch vorbereitest, Dein Team motivierst und Konflikte löst.