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Digitale Fotografie

Neueste Techniken und Ausrüstungen bieten neue, sensationelle Möglichkeiten für Profi- und auch Hobbyfotografen. Profitiere von den hier angebotenen Lernmaterialien rund um das Thema digitale Fotografie.

Digitale Fotografie – Vom Prototyp zum Standard der Fotografie

Die Geschichte der digitalen Fotografie ist eng mit der Erfindung des Fernsehers verbunden. Denn durch den Fernseher konnten Bilder elektronisch übertragen und direkt auf den Endgeräten angezeigt werden. Was jedoch viel interessanter war, war die Frage, wie sich diese Bilder speichern lassen.

Bis zum Jahr 1975 mussten Fotografien manuell entwickelt werden und die „Speicherung“ erfolgte durch die Ablage von Dias und Fotos in Alben oder Kisten. Dass dies keine Dauerlösung ist, erkannte zunächst Steve Sasson bei Kodak, der mit „portable all electronic still camera“ die Ur-Digitalkamera erfand. Bei Kodak wurde dieser Prototyp jedoch nur belächelt und so gilt heute die von Sony entwickelte Mavica als erste Digitalkamera.

Diese Ur-Form speicherte die Fotografien jedoch noch unmittelbar auf einem Magnetband. Erst 1991 wurde dann eine Kamera vorgestellt, die unserer heutigen Digitalkamera entspricht. Das Problem: Aufnahmen waren nur in Schwarz-Weiß möglich und die Auflösung von 376 × 284 Pixeln wirkt heute fast lächerlich.

Seit dieser Zeit hat sich viel getan. Heute ist die Digitalfotografie längst nicht mehr aus der modernen Welt wegzudenken. Im Gegenteil: Heute ist es die analoge Fotografie, die ein Schattendasein führt. Digi-Cam, Tablets oder Handys…mittlerweile bieten alle Geräte die Möglichkeit, Bilder aufzunehmen und direkt digital abzuspeichern.

Ein weiterer Vorteil der digitalen Fotografie liegt in der Bearbeitung der gespeicherten Bilder. Mit Adobe Photoshop, GIMP oder Adobe Lightroom stehen populäre Programme bereit, die nur darauf warten, die digitalen Fotografien in Meisterwerke zu verwandeln. Früher waren dafür Digitalscanner oder viel Fingerspitzengefühl in der Dunkelkammer notwendig!

Was ist digitale Fotografie?

Eigentlich weißt du schon, was genau digitale Fotografie ist. Denn bei der Digitalfotografie wird das Foto nicht klassisch entwickelt, sondern digital gespeichert. Diese Speicherung bietet einige Vorteile.

  • dauerhafte Speicherung: Der Hauptunterschied zur klassischen Fotografie ist die Speicherung der Bilder. Bilder werden nicht mehr entwickelt, sondern unmittelbar in ein bestimmtes digitales Dateiformat, wie bspw. RAW oder JPEG, überführt. Dieses Dateiformat ermöglicht die Speicherung auf einem PC, einer CD/DVD oder in der Cloud. Dadurch können digitale Fotos heute länger und sicherer gespeichert werden.
  • Bearbeitung der Bilder: Ein weiterer Vorteil von digitalen Fotografien ist die Bearbeitung. Im Gegensatz zu entwickelten Fotos können digitale Bilder mit einer Vielzahl von Programmen bearbeitet werden. Früher mussten Bilder entweder beim Entwickeln bearbeitet werden oder nach dem Entwickeln digitalisiert werden, damit diese Bearbeitung möglich wurde. Diese Zwischenschritte des Entwickelns und Digitalisierens entfallen heute.
  • Löschen von Bildern: Digitalfotografien werden unmittelbar nach der Aufnahme sichtbar. Das führt dazu, dass du Bilder, die dir nicht gefallen, löschen kannst. Früher musste ein Bild erst entwickelt werden, bevor du dich dazu entscheiden konntest, das Bild zu entsorgen. Heute reicht ein Klick auf einen Knopf aus und das Bild ist gelöscht.

Die Grundlagen der digitalen Fotografie entscheiden sich sonst jedoch nur wenig von der klassischen analogen Fotografie. Bildkomposition, Objektive, Brennweiten und Fokus sind auch bei digitalen Fotos von großer Bedeutung. Es lohnt sich also immer, einen Grundlagenkurs über Fotografie zu besuchen.

Ein besonders wichtiger Tipp: Übung macht den Meister! Die Theorie ist für gute Fotos zwar wichtig, aber letztlich entscheidet die Praxis. Nimm also deine Digitalkamera in die Hand und mache dich auf die Suche nach Motiven. Da du Bilder direkt löschen kannst, musst du auch keine Angst vor schlechten Bildern haben. Auch professionelle Fotografen müssen häufig mehrere Aufnahmen machen, bevor ein wirklich gutes Bild entsteht.

Seit wann gibt es digitale Fotografie?

Im Jahr 1991 wurde mit dem „Model 1“ von Dycam auf der CeBIT die erste, echte Digitalkamera vorgestellt. Obwohl die Bilder nur in Schwarz-Weiß aufgenommen werden konnten und die Auflösung mit 376x284 Bildpunkten auch nicht wirklich hochauflösend war, wurde das Model 1 in verschiedenen Fachmagazinen als eine der größten Innovationen gefeiert.

Bereits ein Jahr später stellten auf der Fachmesse photokina alle wichtigen Hersteller eigene Digitalkameras vor. Zu diesem Zeitpunkt stiegen auch Video-Giganten wie Sony und Leaf in das Kamerageschäft ein. Doch es sollte noch zwei weitere Jahre dauern, bis die Technologie wirklich akzeptiert wurde.

1994 gaben die Vogelsänger-Studios, eines der wichtigsten Fotostudios für Werbefotografie, bekannt, in Zukunft auf Digitalkameras setzen zu wollen. Die Studios selbst waren für ihren hohen Anspruch an Qualität bekannt, so dass die Mitteilung zum eigentlichen Durchbruch der Digitalkamera führte. Doch für den Endverbraucher eigneten sich Digitalkameras aufgrund des hohen Preises zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dennoch war klar, dass die Digitalfotografie die Zukunft der Fotografie sein würde. Das unterstreicht auch noch einmal die photokina, die im Jahr 1994 unter dem Motto „digital total“ stand.

Grundlagen der digitalen Fotografie – So gelingt der Einstieg

Damit dir der Einstieg in die Digitalfotografie gelingt, haben wir die besten Tipps aus unseren Fotografie Tutorials für dich zusammengefasst. Vom Motiv, bis hin zur Unschärfe erfährst du in den folgenden Abschnitten alles, was du für das perfekte Foto wissen musst. Falls du anschließend den Sprung zum Profi-Fotografen wagen willst, haben wir in diesem Fotografie Onlinekurs noch wichtige Hinweise für das Einrichten und das Fotografieren im eigenen Studio.

Die Wahl des richtigen Motivs

Deine Technik kann noch so gut sein, doch erst das richtige Motiv macht ein Foto zu etwas Besonderem. Aber wie findet sich eigentlich ein wirklich spannendes oder einzigartiges Motiv?

  • Die richtige Location: Der wichtigste Schritt für ein wirklich gutes Foto ist die Wahl der Location. Dabei kannst du als Faustregel sagen, dass ein Bild interessanter wird, je ungewöhnlicher die Location ist.
  • Ungewöhnliche Perspektiven: Beinahe so wichtig wie die Location ist die Perspektive. Wenn du jemanden für einen Personalausweis fotografieren sollst, dann hast du natürlich keine Möglichkeit, die Perspektive zu ändern. Aber ansonsten solltest du mit der Perspektive spielen. Trau‘ dich ruhig auch einmal eine ganz besondere Perspektive einzunehmen.
  • Makroaufnahmen: Eng mit der Idee der ungewohnten Perspektive verbunden, ist die Idee von Makroaufnahmen. Da wir natürlich mit unserem Auge nicht immer sehen können, was die Kamera sieht, wirken Makroaufnahmen auf den Betrachter ungewöhnlich und spannend. Probier‘ es ruhig einmal aus!
  • Markante Landschaften und Objekte: Besondere Extreme machen ein Bild spannend. Große und kleine Gegenstände nebeneinander, farbliche Extreme, unterschiedliche Formen…
  • Gutes und schlechtes Wetter: Unterschiedliches Wetter sorgt für unterschiedliche Lichtstimmungen und -farben. Es muss nicht immer Sommer sein, um ein gutes Bild zu schießen. Auch Gewitter, ein Schneesturm oder Regen kann einen guten Hintergrund abbilden.

Doch wie setzt du dein Motiv nun richtig in Szene? Besonders wichtig ist, dass du dich auf ein einziges Objekt konzentrierst. Dieses Hauptmotiv verdient deine gesamte Aufmerksamkeit. Am einfachsten setzt du dein Hauptmotiv in Szene, indem du versucht, andere Objekte nicht mit in deinen Sucher zu nehmen. Wenn das nicht geht, dann kann es sich durchaus lohnen, die Perspektive erneut zu ändern.

Mit der Zeit wirst du einen Blick für gute Fotos entwickeln. Stelle dir einfach immer vor, was genau du in deinem Bild haben willst und – und das ist fast noch wichtiger – was du nicht in deinem Bild haben willst. Nach einiger Zeit wirst du feststellen, dass du bei der Auswahl deiner Motive Fortschritte machst und sich die Qualität deiner Bilder merklich verbessert.

Die perfekte Belichtung

Die Lichtverhältnisse haben einen großen Einfluss auf dein Bild. Licht unterscheidet sich nicht nur danach, ob es natürlich oder künstlich ist, sondern auch nach der Stimmung und der Farbe des Lichts. Zum Glück haben die meisten Kameras, die für die Digitalfotografie verwendet werden, eine gute Automatikfunktion. Die Einstellungen ergeben sich so von selbst und benötigen keinen weiteren Gedanken.

Doch es gibt einige wichtige Ausnahmen! Dazu zählen vor allem Bilder, auf denen viel Schnee zu sehen ist. Bei solchen Bildern führt die Automatikfunktion deiner Kamera meist zu einer Unterbelichtung. Das entgegengesetzte Problem taucht häufig bei Fotografien in dunklen Räumen oder mit vielen schwarzen Flächen auf. Hier sorgt die Messung deiner Digitalkamera meist zu einer deutlichen Überbelichtung.

Auch bei Fotografien gegen das Licht reicht die automatische Belichtung meist nicht aus. Da deine Kamera immer den gesamten Bereich des Motivs misst und anschließend die Belichtung anpasst, kann bei Fotografien gegen das Licht dein Hauptmotiv schnell zu dunkel werden. Hier solltest du die Belichtung manuell anpassen. Gute Digitalkameras bieten die Möglichkeit, einen bestimmten Bereich des Bildes in den Vordergrund zu stellen. Dadurch verschiebt sich der Messbereich entsprechend und die Belichtung wird angepasst.

Schärfe und Unschärfe

Ein relativ simpler Trick für professionell aussehende Fotos ist der bewusste Einsatz von Schärfe und Tiefenschärfe. Dabei wird bewusst nur ein Objekt in deinem Bild scharf gestellt. Objekte, die sich näher oder weiter von dir weg befinden, werden dann nicht mehr scharf dargestellt. Dadurch wird auf relativ einfache Art und Weise ein professioneller Eindruck geschaffen.

Tiefenunschärfe erreichst du durch die Kombination von zwei verschiedenen Faktoren. Die Brennweite des verwendeten Objektives und die Blende. Als Faustregel gilt: Je größer die Brennweite, desto geringer ist der Bereich, der scharf ist.

Mit der Blende wird übrigens eigentlich die Lichtmenge gesteuert, die durch die Öffnung der Kamera gelassen wird. Doch die Öffnung der Blende wirkt sich auch auf den Schärfenbereich im Bild aus. Je weiter die Blende geöffnet wird, desto kleiner wird der scharfe Bereich.

Digitalkamera, digitalisieren oder digitale Kamerarückwand?

Um eine digitale Fotografie zu erzeugen, stehen dir grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten offen:

  • Native Digitalkamera: Die heute gängigste Methode zur Erzeugung von digitalen Fotografien ist eine native Digitalkamera. Das kann eine einfache Digi-Cam, ein Handy oder eine digitale Spiegelreflexkamera sein. Der Vorteil diese Geräte liegt darin, dass ein Bild automatisch in digitaler Form gespeichert und unmittelbar angeschaut werden kann. Auch die Bildbearbeitung fällt durch die gespeicherten Dateiformate einfach.
  • Digitaler Scan: Digitale Scans stammen noch aus der Ur-Zeit der Digitalisierung der Fotografie. Hierbei wird ein entwickeltes Foto schlicht und ergreifend eingescannt. Durch den Scanvorgang verliert die digitale Fotografie zwar häufig an Details und Auflösung, aber dennoch ist diese Möglichkeit auch heute noch verbreitet. Meist wird diese Variante heute bei „alten“ Aufnahmen verwendet, um Bilder dauerhaft zu digitalisieren und zu speichern.
  • Digitale Kamerarückwand: Eine Mischung aus Digitalkamera und Scan stellen die digitalen Kamerarückwände dar. Diese werden auf klassische analoge Kameras „aufgesteckt“ und erweitern die Kamera um ein digitales System. Früher arbeiteten diese Kamerarückwände häufig mit einem Scan-Verfahren, bei dem der Scan von einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten dauern konnte. Mit einem solchen Scan-Rückteil können Auflösungen von über 250 Millionen Pixeln erreicht werden. Heute gibt es darüber hinaus auch Chip-Rückteile, die auf einen CCD- oder CMOS-Chip vertrauen. Auch hier können hohe Bildauflösungen erreicht werden, wobei der technische Stand bei rund 100 Millionen Pixeln liegt. Der Nachteil der Kamerarückwände ist jedoch der hohe Preis, der solche Geräte nur für professionelle Fotografen interessant macht.

Bearbeitung von digitalen Fotografien

Egal ob Kylie Jenner, Heidi Klum oder Naomi Campbell: So gut wie alle Bilder, die in Zeitschriften und Magazinen erscheinen, werden bearbeitet. Dabei reicht das Bearbeiten der Fotografien von einigen kleinen Details, bis hin zu Änderungen, die das Model in einem gänzlich neuen Licht erscheinen lassen.

Durch die Digitalfotografie ist das Bearbeiten heute deutlich einfacher geworden. Während in den Anfängen der Fotografie Bilder nur in der Dunkelkammer bearbeitet werden konnten, findet die Bearbeitung heute auf einem Computer statt. Da Bilder direkt in einem digitalen Format gespeichert werden können, lassen sie sich schnell und einfach auf einen Computer übertragen. Doch auch wenn du deine Bilder ohne Probleme auf deine PC übertragen kannst, musst du dich noch für eine Bildbearbeitungssoftware entscheiden. Dabei hast du einige Auswahlmöglichkeiten:

  • Adobe Photoshop: Adobe Photoshop gehört zu den bekanntesten Programmen zur Bearbeitung und Manipulation von Bildern. Und das hat seinen Grund. In der aktuellen Version von Adobe Photoshop CC stecken mehr als 10.000 Arbeitsstunden und auch die Funktionalität wurde weiterentwickelt. Neu sind bspw. 65 Features und Funktionen, die von den Nutzern selbst vorgeschlagen und gewünscht wurden.

    Photoshop eignet sich auch hervorragend für Hobby- und Profi-Fotografen. Mit dem passenden Adobe Photohop Tutorial wirst du feststellen, dass du die Grundlagen schnell erlernen kannst. Bis du das Programm aber wirklich gemeistert hast, können Jahre vergehen.

  • Adobe Lightroom: Adobe Lightroom wird gerne übergangen, wenn es um die Bearbeitung von Bildern geht. Zwar bietet Lightroom auch die Möglichkeit, Bilder zu organisieren und abzulegen, aber die Möglichkeiten der Bildbearbeitung sind beachtlich. Weißabgleich, Tonwerte, Kontrast und Sättigung sind nur einige Dinge, die du mit wenigen Klicks einstellen, manipulieren und bearbeiten kannst.

    Lightroom eignet sich vor allem für Fotografen und Blogger, die nur grundlegende Dinger ihrer Bilder bearbeiten wollen. Komplizierte Modelle und Animationen lassen sich mit Lightroom nicht realisieren. Dafür lässt sich Lightroom recht schnell lernen, wenn du den passenden Adobe Lightroom Online-Kurs dafür nutzt!

  • GIMP: Im Gegensatz zu den bereits genannten Programmen zur Bildbearbeitung ist GIMP kostenlos als Download erhältlich. Von der Funktionalität und den Möglichkeiten her hat GIMP deutlich mehr mit Photoshop, als mit Lightroom gemein. Das liegt nicht nur am Aufbau des Programms an sich, sondern auch an der Vielzahl von Möglichkeiten, die GIMP bietet. Auch mit GIMP kannst du nicht nur Bilder optimieren, sondern auch Poster oder Karten designen. Aber keine Sorge, mit einem GIMP Onlinekurs zu den Basics, bringen wir dich auf Trapp im Umgang mit GIMP!

Du siehst, dass du eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Bearbeitung von Bildern hast. Unser Tipp: Probiere einfach selbst auf, mit welchem Programm du am besten zurechtkommst. GIMP ist kostenlos im Netz zu finden und die meisten Adobe Programme lassen sich auch in einer Trial-Version, also einer kostenlosen Testfunktion, nutzen.