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Grundlagen der Fotografie

Du möchtest emotionale Momente festhalten, Bilder für die Ewigkeit aufbewahren, doch bist dir noch unsicher wie? Hier findest du alles, was du zu den Basics der Fotografie wissen musst.

Die Grundlagen der Fotografie 

Als im Jahr 1972 Thomas B. McCord vom MIT und James A. Westphal von CalTech ihre Digitalkamera entwickelten, konnten sie nicht wissen, wie stark die digitale Fotografie Einzug in unser Leben hält. Mit einer Auflösung von grade einmal 256 x 256 Pixeln – rund 0,06 Megapixel – und einem Gewicht von 10 Kilogramm, hatte diese Version der Digitalkamera nichts mit den heutigen Modellen gemein. 

Der analoge Zwilling der Digitalkamera war zu diesem Zeitpunkt schon deutlich weiter. Schon 1861 entwickelte Thomas Sutton eine Kamera. Mit dem Wechselmagazin, einem Klapp-Mechanismus, dem Dachkantpentaprismas und einem Sucher in Augenhöhe hat die Spiegelreflexkamera bereits eine lange Reise hinter sich. 

Die Spiegelreflexkamera ist jedoch noch lange nicht am Ende der Reise angekommen. Nicht nur Sammler und romantische Künstler vertrauen auf die analoge Kamera. Auch viele professionelle Fotografen schwören auch heute noch auf analoge Spiegelreflexkameras. Und das hat seine Gründe! 

Vom Objektiv auf das Medium – Der Aufbau einer Spiegelreflexkamera 


Spiegelreflexkameras, egal ob klassisch analog oder modern digital, haben so gut wie immer einen identischen Aufbau. Auffälligstes Bauteil ist das Objektiv, durch das Licht in die Kamera fällt und so das Bild erzeugt. Im vorderen Teil des Objektivs sitzt mindestens eine Linse. Diese soll das einfallende Licht auf dem Film fokussiert. Werden mehrere Linsen in einem Objektiv miteinander kombiniert, lassen sich Abbildungsfehler reduzieren und Fokus- und Brennweitenänderungen realisieren. 

Im Objektiv selbst findet sich die Blende. Dies ist schlicht eine runde Öffnung, durch die tatsächlich Licht durch Objektiv und Linse in die Kamera fallen kann. Hinter der Blende findet sich das Medium. Bei Digitalkameras ist das ein elektronischer Bildsensor, in einer analogen Spiegelreflexkamera ist das ein Film. Getrennt wird das Medium von der Linse durch einen Zentralverschluss, der verhindert, dass der Film belichtet wird, ohne dass der Fotograf dies möchte. 

Erst durch einen Druck auf den Auslöser wird der Zentralverschluss geöffnet. So kann Licht durch das Objektiv und die Linse auf das Medium fallen. Bei analogen Spiegelreflexkameras wird dann das Bild auf dem Film „eingebrannt“ und dauerhaft gespeichert. Damit auch das passend Bild eingefangen werden kann, besitzen Kameras einen Sucher, der das aufzunehmende Bild darstellt. 

Über den Auslöser wird das Objektiv für Licht geöffnet. Dieses Öffnen dauert – je nach Belichtungszeit – bisweilen nur einige wenige Millisekunden. Durch die Belichtung wird das Bild dann dauerhaft gespeichert. 

Je nach Modell können weitere Bauteile dazukommen, bspw. ein Blitzmodul. Du willst mehr über Deine Kamera wissen? Dann haben wir mit diesem online Anfänger Fotokurs genau den richtigen Startpunkt für Dich! 


Die Technik für das perfekte Foto 


Gute Fotos erfordern einiges Fachwissen, das heute nur noch wenige Menschen wirklich haben. Digitalkameras und elektronische Speichermedien haben viele analoge Spiegelreflexkameras und Filme verdrängt. Das Ergebnis: Immer mehr Fotos werden achtlos geschossen und später gelöscht. Einmal auf einen Film gebannt, ist das jedoch nicht mehr so einfach. Damit Du aber immer das perfekte Foto schießen kannst, wollen wir im Folgenden die wichtigsten Begriffe erklären! 

Die Belichtungszeit – Es werde Licht! 


 Die Belichtungszeit ist relativ einfach erklärt: Mit der Belichtungszeit lässt sich steuern, wie lange das Licht des Objektes durch das Objektiv auf den Film fällt. Damit Du Dir vorstellen kannst, um was für Zeiten wir hier reden: Die typische Belichtungszeit liegt irgendwo zwischen 1/50 und 1/200 Sekunde. Aber was genau bewirkt eine unterschiedliche Belichtungszeit? 

Die Belichtungszeit hängt stark von der Helligkeit und der Art des Motives ab. Für Motive, die sich schnell bewegen, ist es wichtig, dass Du eine möglichst kurze Belichtungszeit wählst. Willst Du hingegen, dass Dein Bild stark verwischt, nimmst Du eine lange Belichtungszeit. 

Außerdem lässt sich über die Belichtungszeit auch die Helligkeit eines Bildes regulieren. Je länger Du das Licht auf Dein Medium fallen lässt, desto heller wird das Motiv. Hier musst Du natürlich aufpassen, dass Dein Bild nicht überbelichtet wird. 

Ein kleiner Tipp: Wenn bestimmte Objekte in Deinem Motiv verschwimmen und andere scharf bleiben sollen, dann verwende neben einer langen Belichtungszeit ein Stativ, damit sich die Schärfentiefe nicht während der Aufnahme ändert! 

Schärfentiefe - Gestochen scharf oder elegant verwischt?


Wenn Du mit Deiner Spiegelreflexkamera ein Bild machst, dann möchtest Du häufig, dass alle Objekte in Deinem Bild scharf sind. Doch besonders bei Portraitfotografien ist es oft der Fall, dass einzelne Elemente eben nicht scharf sind. Das kann ein gewünschtes Stilelement sein, doch meist ist es ein Fehler des Fotografen. 

In unseren Bildern haben wir eine einzige scharfe Ebene. Alles was davor oder dahinter liegt, ist mehr oder weniger unscharf. Wo genau diese scharfe Ebene liegt, kannst Du selbst beeinflussen. Dafür stehen drei Faktoren zur Verfügung, die allein oder gleichzeitig genutzt werden können: 

  • verwendete Blende: Je kleiner die Öffnung der Blende ist, desto größer ist die Schärfentiefe. 
  • Brennweite: Je größer die verwendete Brennweite, die Du verwendest ist, desto geringer ist die Schärfentiefe.
  • Entfernung zum Objekt: Bei größerer Distanz zwischen Kamera und Aufnahmeobjekt nimmt die Schärfentiefe zu. Sinkt die Distanz ab, dann lässt auch die Schärfentiefe nach. 

Häufig wird in Portraitfotografien gezielt mit einer geringen Schärfentiefe gearbeitet. Dabei wird das eigentlich Motiv „scharf gestellt“ und der Hintergrund wir bewusst verwischt. So bleibt die Person im Mittelpunkt des Bildes. Sie wird „freigestellt“ und der Hintergrund lenkt nicht ab. 

Den entgegengesetzten Effekt findest Du häufig in Landschaftsaufnahmen und Gruppenfotos. Hier soll nicht bloß ein einzelner Ausschnitt des Bildes scharf sein. Im Gegenteil: Die Schärfentiefe muss besonders hoch sein, damit alle Personen oder Blumen auch wirklich erkennbar sein! 

Lerne noch heute alles, was Du über die Schärfentiefe wissen musst. Wir haben mit diesem umfangreichen online Fotokurs genau den richtigen Start in die faszinierende Welt der Fotografie. 

Die Blende – Offen oder geschlossen? 


Mit der Blende kannst Du steuern, wie viel Licht durch das Objektiv fällt. Der Film bzw. der Bildsensor benötigt Licht, damit er ein Bild erfassen und verarbeiten kann. Zu wenig Licht sorgt also dafür, dass das Bild nicht zu erkennen ist. Jetzt könnte man natürlich denken, dass man die Blende einfach maximal öffnet! Mit diese „Offenblende“ fällt die größtmögliche Menge Licht auf den Sensor. Aber: Zu viel Licht führt schnell zu überbelichteten Bildern. In beiden Fällen kannst Du das Bild vergessen! 

 Mit der Blendenzahl, die meist auf dem Objektiv aufgedruckt ist, wird die „Größe“ der Blende bestimmt. Dabei sind Angaben wie „50mm 1:1.4“ üblich. Das bedeutet in diesem Fall eine Brennweite von 50 Millimetern und eine Blendenzahl von 1 zu 1,4. Je „kleiner“ die Verhältniszahl, desto kleiner ist auch die Blendenöffnung. Ein Wert von 1 zu 11 wäre eine beinahe geschlossene Blende. 

 Heute bieten nur noch wenige Objekte Dir die Möglichkeit, die Blende am Objektiv einzustellen. Meist wird die Blende über die Kamera eingestellt. Das hat einen Nachteil: Du kannst nicht mehr ausprobieren, wie die Blende wirklich funktioniert. 

Aber was hat es mit der Blende auf sich? Ganz einfach: Bei einer großen Blendenöffnung, ist nur ein kleiner Bereich vor und hinter der scharfgestellten Ebene scharf. Je kleiner die Blendenöffnung wird, desto mehr Details des Bildes werden scharf! 

Erfahre in diesem Einsteiger Fotokurs jetzt, wie Du optimal mit der Blende arbeitest und Deinen Bildern ohne viel Aufwand einen besonderen Effekt gibst! 

Portraitfotografie – Mehr als nur ein Selfie 


Sicherlich kennst Du diesen Moment: Du brauchst für Deine Bewerbung oder Deinen Ausweis ein Foto. Kein Problem! Schnell zum Fotografen in die Stadt und es geht los. Du kommst in einen kleinen Raum ohne Fenster, setzt Dich auf den Stuhl vor der Leinwand und es folgen die klassischen Ansagen „Leicht nach vorne beugen. Den Kopf nach rechts drehen. Etwas weiter links. Lächeln. Etwas mehr.“ Das Ergebnis? Fotos, die genauso gestellt aussehen, wie sie es auch sind. 

Dabei könnte Portraitfotografie wirklich Dein nächstes Hobby sein! Du musst nur wissen, wie Du richtig in die Portraitfotografie einsteigst: 

  • Studio: Dein neues Studio kann auch Deine Stadt, Dein Kiez oder das Meer sein. Schon heute nutzen viele Fotografen nicht mehr bloß das eigene Studio. 
  • Ausrüstung: Für den Anfang reicht schon eine Kamera und ein gutes Objektiv aus. Wenn Du dann irgendwann professioneller unterwegs bist, solltest Du Dir noch einen Faltreflektor und eine freundliche Person, die Dir hilft, zulegen!
  • Zeit: Nimm Dir besonders am Anfang die Zeit, um Dein Motiv kennenzulernen. Für jede Person gibt es die passende Location. Rede mit Deinem Motiv, mach Dir Notizen und am Ende steht das perfekte Foto! 

Aber die wichtigste Regel für das perfekte Portraitfoto: Frag einfach Dein Model, was es möchte. Fast alle Menschen haben gewisse Makel, die sie nicht unbedingt auf einem Foto zeigen möchten. Auch wenn Du davon überzeugt bist, dass dein Foto wirklich gut geworden ist, wird dein Model es nicht mögen, wenn Du bestimmte Körperteile, Merkmale im Gesicht oder Posen eingefangen hast, die das Model nicht mag. Also: Reden, reden, reden und erst dann den Auslöser drücken!

Haben wir Dich neugierig gemacht? Dann lerne jetzt mehr über Ausrüstung, Technik und Location in diesem Online Tutorial Portraitfotografie für Einsteiger


Tierfotografie – Des Menschen bester Freund 


Du kannst mit Menschen einfach nichts anfangen? Wie wäre es denn dann mit einer Karriere als Tierfotograf? Die Arbeitsbedingungen sind sicherlich nicht all zu schlecht: Reisen in die exotischsten Länder dieser Erde, zahlreiche Flugmeilen und immer neue Leute! 

Doch jetzt einmal ernsthaft: Tierfotografie ist ein sehr entspannendes Hobby, das sich leicht erlernen, doch nur mit viel Einsatz meistern lässt. Tiere sind nämlich ein ganz besonderes Motiv. Sie sind häufig in Bewegung und vor allem Wildtiere halten nur selten still, damit Du das perfekte Foto aufnehmen kannst. 

Doch auch hier gibt es einige Tricks, die Dir den Einstieg erleichtern können: 

  • Perspektive: Mache es Dir schnell zur Gewohnheit, aus ungewöhnlichen Perspektiven zu fotografieren. Frontalaufnahmen erfordern viel Können und genau Einstellungen von Blende, Belichtungszeit und Tiefenschärfe. Ungewöhnliche Perspektiven hingegen verzeihen auch Fehler. 
  • Blitzlicht: Einige Tiere reagieren sehr empfindlich auf Blitzlicht, das solltest Du also bedenken. Schon nach einigen Fotos mit Blitz verschwinden Tiere und Du siehst sie auch so bald nicht wieder. Das liegt auch daran, dass der Blitz für Tiere recht schmerzhaft sein kann. Vor allem dann, wenn es dämmert oder sogar dunkel ist.
  • Motiv: Versuche, die nächsten Bewegungen des Tieres vorherzusehen. Besonders in schnellen Bewegungen der Tiere liegt eine Kraft, die Du einfangen solltest. Aber dafür musst Du wissen, wo sich das Tier befindet, wenn Du den Auslöser drückst.
  • Übung: Übung macht den Meister! Übe mit Deinen Haustieren, im Zoo oder einfach im Wald. Je mehr Du fotografierst, desto besser!

Du willst lernen, wie Du aus Deinem Haustier ein Star-Model machst? Dann steige jetzt in die Welt der Tierfotografie ein. Dieser Fotokurs für Einsteiger macht Dich fit für die ersten Fotos!